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Maßnahmen aus der Risikoanalyse
Wir haben unsere Risikofelder kritisch unter die Lupe genommen.
Bei nahezu allen Sportarten ist Körperkontakt (z.B. bei Hilfestellungen, Bewegungsunterstützung, Korrekturen, Trösten) mehr oder weniger üblich und oft nicht vermeidbar. Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten werden oft zeitgleich bzw. parallel von Kindern und Jugendlichen sowie Erwachsenen bzw. Mädchen und Jungen genutzt. Neben der körperlichen Gewalt kann es theoretisch sowohl vor und nach den Trainings, aber auch währenddessen zu verbalen Übergriffen kommen. Aber auch der Hin- und Rückweg, diverse (Mannschafts-) Ausflüge sowie Trainingslager bergen ein Risikopotenzial für sexualisierte Übergriffe.
Während der Arbeit in unserer abteilungsübergreifenden Projektgruppe haben wir all diese Risikofelder kritisch unter die Lupe genommen um Vorkehrungen zu treffen bzw. Regelungen zu finden, die sowohl die Kinder- und Jugendlichen unseres Vereins schützen, aber auch den Trainern eine Hilfestellung an die Hand geben, um kritische Situationen zu erkennen, achtsam zu sein und Ansprechparter:innen vor Ort zu haben. Nachfolgende Punkte haben dabei für unseren Verein besondere Relevanz.
Unsere Räumlichkeiten
Die wöchentlichen Trainings der unterschiedlichen Abteilungen finden in vielen Hallen und Räumlichkeiten in Gärtringen sowie Rohrau statt. Dabei ist die Theodor-Heuss-Halle mit dem Treffpunkt und dem Außengelände jedoch der Ort, der am häufigsten und intensivsten von unseren Sportlern genutzt wird. Alle folgenden Maßnahmen beziehen sich daher vor allem auf diese Sportstätte.
Um unsere Kinder- und Jugendlichen nicht in unangenehme Situationen zu bringen und zu schützen, gelten folgende Regelungen:
- Alle Sportler nutzen den Haupteingang der jeweiligen Sporthalle bzw. bei Outdoortrainings den Eingang zum Stiefelgang an der Ostseite der THH.
- Die Sportler nutzen die Umkleidekabinen getrennt nach Geschlechtern.
- Trainer ziehen sich getrennt von den Kindern/Jugendlichen um. Ausnahmen** müssen begründet sein und kommuniziert werden.
- Trainer betreten die Umkleidekabinen der Kinder mit vorheriger Ankündigung (Klopfen, Bescheid sagen).
- Bei Kindern mit Unterstützungsbedarf kann gegebenenfalls ein Elternteil mit in die Umkleidekabine. Der Aufenthalt ist jedoch so kurz wie nötig zu halten.
- Vorhandene Zwischentüren der Duschen sind immer verschlossen zu halten.
- Das Fotografieren sowie die Anfertigung von Videoaufzeichnungen in den Umkleidekabinen sind untersagt.
- Die Handynutzung in den Umkleidekabinen ist auf ein Minimum zu reduzieren
Kleidung
Eine sportartspezifische, funktionelle Bekleidung ist einzuhalten.
Dazu gehört auch:
- Niemand muss in weniger Kleidung trainieren als ihm angenehm ist.
- Schmuck (Ringe, Ohrringe, Ketten, Uhren etc.) ist zur Unfallvermeidung abzulegen.
Wichtig ist hierbei der gegenseitige Austausch, falls sich Trainer und/oder Sportler unwohl fühlen.
Personalsituation
Unser angestrebtes Ziel ist es, dass alle Kinder- und Jugendtrainings dem „Vier-Augen-Prinzip“ unterliegen und somit idealerweise mindestens von zwei Trainern (davon mind. ein Trainer über 18 Jahren) durchgeführt werden.
Durch eine entsprechende Qualifizierung der Trainer und Standardisierung der Übungsleiterverträge stellen wir sicher, dass auch bei Fluktuation die Vorgaben unseres Kinder- und Jugendschutzkonzeptes kommuniziert werden und transparent sind.